Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus im Saarland

Hier findet man Hilfe

Das von der Bundesregierung geförderte Programm „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ unterstützt Beratungsangebote zum Thema Rechtsextremismus. Im Saarland hat sich dazu ein Netzwerk gebildet, das die Angebote koordiniert und in der Öffentlichkeit bekannt macht. Neben dem saarländischen Sozialministerium ist auch das Adolf Bender Zentrum in St. Wendel an dem Programm beteiligt. Wer Alltagsdiskriminierung, Einflussnahme von Rechtsextremen in Vereinen oder gar rechte Gewalt erfährt oder beobachtet, kann sich an die Beratungsstellen wenden. Wichtig bei Rechtsextremismus ist, dass nicht weggeschaut, sondern gehandelt wird. Aber auch Probleme mit rechtsextremen Einstellungen in Schule, Ausbildung oder der Familie sind ein möglicher Beratungsgegenstand. Mit Hilfe von Beratung vor Ort oder Vermittlungsgesprächen wird versucht, die Probleme zu lösen. Opfer von rechter Gewalt können sich auch an das Beratungsnetzwerk wenden. Hier wird ihnen unbürokratisch und vertraulich weitergeholfen. Das Beratungsangebot ist kostenlos.

Ein weiteres Angebot des Programmes ist eine Intervention bzw. Prävention vor Ort. So werden beispielsweise Argumentationstraining gegen rechte Stammtischparolen, Antirassismus-Training oder Informationsveranstaltungen zu Rechtsextremismus und rechter Jugendkultur angeboten. Weiterhin bietet das Netzwerk „Runde Tische“ an, die eine Konfliktlösung bei Problemen mit Rechtsextremismus und den damit verbundenen Begleiterscheinungen leisten sollen.

Hier kann man Hilfe suchen:

Landeskoordinierungsstelle
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
Telefon 0681/501-7260

Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt
Ursulinenstraße 8-16
66111 Saarbrücken
Telefon 0681/501-5030

Fachberatungsstelle
Adolf-Bender-Zentrum
Telefon 06851/808279-4 oder 0151/55508632

Im Internet:

www.beratungsnetzwerk.saarland.de

www.demokratie-leben.de

Ein Projekt der Jungen Journalisten Saar e.V.